Montag, 14. August 2006
Und sie?
Ich ruf dich an, irgendwann.
Die letzten Worte des Mädchens, in das ich wohl so etwas wie verliebt bin, letzten Donnerstag. Dazwischen ein Festival und die vage Ankündigung, sie würde sich überlegen, ob sie auf der Heimreise - die nur bedingt an dem kleinen Loch, in dem ich wohne, vorbeiführt - einen Besuch macht, mich besucht, den sie vor zwei Wochen für wenig mehr als achtundvierzig Stunden kennengelernt hat.

Wir hatten uns, was nett war, und ich mich schließlich verliebt. Vielleicht sowas, jedenfalls schmerzt das Ziehen im Herz, wenn man sich schließlich nicht hört, fünf Tage lang. Ich sitze wie auf Kohlen, bin gerüstet für sie, habe mich vorbereitet und warte auf sie.

Und sie?
Sie ruft nicht einmal an.
Sie kommt sicher nicht.

Und draußen regnet es.
Neben mir steht die heiße Milch mit Honig.
Und tut weh.

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